Ankauf der aurelis-Flächen
Der Entwicklungsbereich Bahnstadt hat eine Größe von ca. 100 ha = 1.000.000 qm.
Er ist größer als die Heidelberger Altstadt mit ca. 90 ha. Die aurelis ist Eigentümerin von ca. 60 ha = 600.000 m². Sie besitzt die größte Teilfläche und damit eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung.
Bei einer sogenannten „städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme“ hat die Stadt Heidelberg die Möglichkeit alle Flächen zu einem gesetzlichen „Anfangswert“ zu erwerben. Dieser liegt nach Wertgutachten eines neutralen Schätzers bei 42 € pro m².
aurelis bietet dem geplanten Konsortium den Ankauf der Flächen vor Beschluss einer Entwicklungsmaßnahme mit 66 € pro m² an . Für die Flächen im Besitz von aurelis ergibt sich damit ein Kaufpreis von ca. 40 Mill. €.
Ein Ankauf der Flächen nach Beschluss der Entwicklungsmaßnahme würde nur ca. 24 Mill. € kosten. Das ergibt einen Differenz von ca. 16 Mill. € !!!
Bei diesem Vorgehen stellen sich folgende Fragen:
Warum ist nicht längst eine Entwicklungsmaßnahme eingeleitet worden ?
Wieso will das geplante Konsortium, bei Beteiligung der städtischen GGH, ca. 16 Mill. € zu viel zahlen, wenn diese Fläche ca. 40% günstiger erworben werden kann?
Das mindert den Entwicklungsgewinn (Differenz zwischen Ankauf und Verkauf), aus dem die Infrastruktur wie Schulen, Kindergärten u.a. finanziert werden soll. Durch den überhöhten Ankauf der Flächen gehen dem künftigen Stadtteil wichtige Finanzierungsmittel verloren. Wie sollen die 16 Mill. € kompensiert werden – etwa über den städtischen Haushalt und damit über Steuermittel der Bürger ?
Wieso erwirbt nicht die Stadt Heidelberg die aurelis-Flächen zum Anfangswert von 42 € / m² und sichert so die Finanzierung des neuen Stadtteils oder preiswerte Grundstücke für Bürger mit geringem Einkommen?
Fragen auf die es bisher keine plausiblen Antworten gibt – die Öffentlichkeit hat ein Recht auf Information und die Hintergründe dieser geplanten Vorgehensweise.